Prompto

Interview

Die häufigsten Interviewfragen auf Englisch – und wie du sie beantwortest

Vorstellungsgespräche auf Englisch ähneln sich von Unternehmen zu Unternehmen sehr: Etwa zehn Fragen kommen fast immer. Wer sie vorher kennt, kann seine Antworten in eigenen Worten vorbereiten, statt sie unter Druck in einer Sprache zu erfinden, die nicht die eigene ist.

Die Regel: Fakten vorbereiten, keine auswendig gelernten Sätze

Eine aufgesagte Antwort erkennt man sofort, und sie bricht bei der ersten Rückfrage zusammen. Was trägt, sind Fakten, die du auswendig kennst: ein Projekt, eine Zahl, eine Entscheidung, die du getroffen hast. Der Satz drumherum kann sich ändern; die Tatsache bleibt.

Bereite für jede Frage ein bis zwei Gedanken und ein konkretes Beispiel aus deinem Werdegang vor. Die STAR-Methode hilft, nichts zu vergessen: Situation, Task (deine Aufgabe), Action (was du getan hast), Result (das Ergebnis, möglichst mit einer Zahl).

„Tell me about yourself“

Das ist keine Bitte um deine Lebensgeschichte. Der Recruiter will in einer Minute wissen, wer du beruflich bist und warum du hier bist. Drei Schritte reichen: was du heute machst, ein Erfolg, der es belegt, und was dich zu dieser Stelle führt.

Beispiel für den Einstieg: „I’m a project manager with five years of experience in e-commerce. Most recently, I led…“ Diese Frage behandeln wir ausführlich in einem eigenen Ratgeber.

„Why do you want to work here?“

Die schlechte Antwort spricht über dich („das Gehalt“, „die Entwicklung“). Die gute spricht über sie: ein Produkt, ein Projekt, ein konkreter Wert aus der Stellenanzeige oder von ihrer Website. Dann stellst du den Bezug zu dem her, was du kannst.

Einfach formuliert: „I read that you’re expanding into… and that’s exactly the kind of project I’ve worked on at…“

„What are your strengths?“ und „What is your greatest weakness?“

Bei den Stärken: eine einzige Eigenschaft, passend zur Stelle, und ein Beispiel als Beleg. „I’m good at organising complex projects. For example…“ wirkt besser als eine Liste mit fünf Adjektiven.

Bei der Schwäche: ein echter Entwicklungspunkt, keine verkleidete Stärke („Ich bin zu perfektionistisch“ überzeugt niemanden mehr), gefolgt von dem, was du konkret dagegen tust. Wenn dein gesprochenes Englisch dieser Punkt ist, darfst du das sagen: Es ist ehrlich und zeigt Selbstkenntnis.

„Tell me about a time when…“

Diese sogenannten Verhaltensfragen beginnen oft mit „Tell me about a time when…“ oder „Give me an example of…“. Der Recruiter will eine echte Geschichte, keine Allgemeinplätze. Hier hilft die STAR-Methode am meisten.

Bereite mindestens drei Geschichten aus deinem Werdegang vor, die für mehrere Fragen taugen: ein schwieriges Projekt, eine gelöste Meinungsverschiedenheit, ein Fehler, aus dem du gelernt hast.

„Where do you see yourself in five years?“

Der Recruiter prüft, ob die Stelle in deinen Werdegang passt und ob du nicht nach sechs Monaten wieder gehst. Sprich über Fähigkeiten, die du entwickeln willst und die zur Stelle passen, statt über einen bestimmten Titel.

„Why are you leaving your current job?“

Bleib positiv und nach vorn gerichtet: was du suchst, nicht wovor du flüchtest. Kritisiere nie deinen aktuellen Arbeitgeber, auch wenn er es verdient hätte.

„What are your salary expectations?“ und „When can you start?“

Bei diesen Fragen zögert man am häufigsten, und ein Zögern kann teuer werden. Bereite eine Zahl (oder eine Spanne) und deine Verfügbarkeit vor dem Gespräch vor und sag sie ohne Umschweife: „I’m looking for a salary between… and…“; „I can start in four weeks.“

„Do you have any questions for us?“

Sag immer ja. Bereite zwei oder drei Fragen zur Stelle oder zum Team vor:

  • „What does success look like in this role after six months?“
  • „What are the main challenges the team is facing right now?“
  • „What are the next steps in the process?“

Wenn du die Frage nicht verstanden hast

Das wird passieren, und es ist nicht schlimm. Teuer wird es, wenn du rätst und an der Frage vorbei antwortest. Ein einziger Satz reicht, um die Kontrolle zurückzugewinnen: „Sorry, could you rephrase that?“ oder „Just to make sure I understood, you’re asking about…?“

Was Prompto macht

Prompto liest deinen Lebenslauf und die Stellenanzeige und bereitet Antworten auf die wahrscheinlichen Fragen der Stelle vor, gestützt auf deine echten Fakten. Du kannst laut üben und bekommst eine Bewertung. Im Videointerview übersetzt Prompto die Frage des Recruiters in deine Sprache und schlägt dir eine Antwort vor – nur auf deinem Bildschirm: Der Recruiter sieht nichts.